Aktuelles

Herzlich willkommen...

... auf der Seite des Oschatzer Bündnisses für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz.
Hier können Sie sich über Aktionen informieren und sich mit uns in Kontakt setzen.

Das Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz gründete sich im November 2009. Hintergrund waren zunehmende Aktivitäten der rechtsextremen Szene in der Region Oschatz, sowie die verstärkte Wahrnehmung von fremdenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft.

DEMOKRATIE BRAUCHT DEMOKRAT/INNEN. Um fremdenfeindlichen, rassistischen Einstellungen entgegenzuwirken, braucht es demokratisch couragierte MENSCHEN jeden Alters, die bereit sind, sich mit allen demokratisch zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Unrecht an MENSCHEN zu positionieren und couragiert einzusetzen. Zivilcourage erfordert Mut - in einem Bündnis vereinen sich die Kompetenzen vieler MENSCHEN (BürgerInnen und Verwaltung), nur sie gemeinsam können ein Zeichen setzen für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz.

Das Bündnis ist offen für MENSCHEN jeden Alters. Ausgeschlossen von jeglichen Veranstaltungen und Treffen des Bündnis sind Menschen/ Gruppierungen, welche durch fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind/ treten.

 

Oschatzer Region wird Zufluchtsort

Seit Anfang September ist auch Oschatz neben anderen Städten und Gemeinden im Landkreis Nordsachsen zum Zufluchtsort für Flüchtlinge weltweiter Krisengebiete geworden. Insgesamt sind derzeit 60 allein reisende Männer in einem Heim und acht Familien in Wohnungen in Oschatz und Umgebung untergebracht. Die Flüchtlinge kommen zum Großteil aus Libyen, Pakistan, Eritrea und Syrien. Auf der Flucht vor Hunger, Armut und Gewalt nahmen diese Menschen eine gefährliche und lange Reise auf sich. „Diese Menschen haben Dinge erlebt, die wir uns in unseren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen können“, zeigt sich der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Oschatz, Andreas Kretschmar besorgt. „Angesichts der Gründe, die die Menschen zur Flucht treiben, erscheinen unsere Sorgen klein“, so Kretschmar. In einer Veranstaltung zur Ehrung Oschatzer Vereine rief der Oberbürgermeister alle Oschatzer Vereine auf, sich um die Flüchtlinge zu kümmern. „Ich kann mir vorstellen, dass unter den Flüchtlingen auch junge Männer sind, die gern Fußball spielen, warum sollte das nicht in einem Oschatzer Verein möglich sein“, so Kretschmar.

In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Nordsachsen, der Stadtverwaltung Oschatz und dem Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz initiierte die Evangelisch-Lutherische St. Aegidien Kirchgemeinde Oschatz ein Projekt, das sich der gesellschaftlichen Integration von Flüchtlingen in Oschatz annimmt. „Wir möchten ganz einfache Möglichkeiten der Begegnung schaffen“, erläutert Pfarrer Christof Jochem die Idee des Projektes. „Dazu gehört eine sachgerechte Information der Bevölkerung und die Beheimatung der Flüchtlinge“, so Jochem. Die Finanzierung erfolgt über Mittel des Lokalen Aktionsplans Nordsachsen.

Die Oschatzer Kirchgemeinde ist seit der Gründung Partner und Akteur im Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz. „Wenn Menschen ihre Heimat verlassen, dann stecken oft große Konflikte, Sorgen und hohe persönliche Belastungen dahinter“, erklärt Christof Jochem. „Ich möchte es mit einem Psalm ausdrücken: Güte und Treue sollen einander begegnen, Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“, umschreibt der Oschatzer Pfarrer seinen dringlichsten Wunsch.

Neben Informationen zu Hintergründen und einer Aufklärung verschiedener Vorurteile, ist es den Verantwortlichen wichtig, Netzwerke zu stärken, die eine Teilhabe der Flüchtlinge am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Mit der Federführung beauftragte die Kirchgemeinde das Oschatzer Unternehmen Mediation & Marketing. „Neben der aktiven Öffentlichkeitsarbeit ist es uns wichtig, ein Netzwerk für Flüchtlingspaten ins Leben zu rufen und den Vereinen beratend zur Seite zu stehen, die Interesse an der Integration der asylsuchenden Menschen zeigen,“ erläutert Anja Kohlbach vom Oschatzer Bündnis für Demokratie und Toleranz die bevorstehenden Aufgaben. „Egal mit wem man spricht, die Hilfsbereitschaft der Oschatzer ist groß. Jeder der Interesse an einer Patenschaft hat oder anderweitig unterstützen möchte, kann sich bei der Kirchgemeinde Oschatz oder der Firma Mediation & Marketing melden“, so Kohlbach.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kirche-oschatz.de, www.mediation-marketing.com oder telefonisch unter 03435-988 10 50 (Mediation & Marketing).

 

Der Platz für einen asylsuchenden Menschen ist eng bemessen. Nach deutschem Asylrecht stehen jedem Flüchtling mindestens 6qm Wohn/Schlafraum zu. Auf dieser Fläche finden ein Schrank, ein Bett sowie ein Tisch und Stühle Platz. In Oschatz sind die Flüchtlinge in Zweibett-Zimmern untergebracht.

Quelle: Mediation & Marketing

Gekocht wird in der funktionell mit zwei Elektroherden, einem Tisch und einem Abwaschbecken ausgestatteten Gemeinschaftsküche.

 

Verzögerungen im Prozess um den gewaltsamen Tod an Andre K.

Am 4. September 2012 sollte eigentlich das Urteil im Gerichtsprozess um den gewaltsamen Tod des Obdachlosen Andre K. fallen. Wegen eines Teilgeständnis des Hauptbeschuldigten und Aufruf neuer Zeugen wird die Urteilsverkündigung in November verlegt. Der Prozess begann bereits im Dezember 2011 und sollte im April abgeschlossen werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
 

http://www.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-mitteldeutschland/tod-eines-obdachlosen-in-oschatz-mutmasslicher-anstifter-bestreitet-tritte/r-polizeiticker-mitteldeutschland-a-153714.html

 

Demokratiecaching in Oschatz

Ein neues Projekt des Bündnisses kommt ins Rollen: Das Demokratiecaching. Abgeleitet vom sogenannten Geo Caching, bei dem mit einem GPS-Gerät kleine Schätze in der Umwelt gefunden werden, kann man beim Demokratiecaching wichtige Ereignisse der Stadtgeschichte Oschatz erlebnisreich entdecken und lernt nebenbei spielend Oschatz kennen.

Ein erstes Treffen fand bereits am 17. August 2012 im SKZ E-Werk Oschatz statt. Wer sich an diesem spannenden Projekt beteiligen möchte ist herzlich zum nächsten Treffen am 5. November 2012, 18.30 Uhr im SKZ E-Werk Oschatz eingeladen oder meldet sich bei Anja Kohlbach (anja.kohlbach@ewerk-oschatz.de).

 

Eigene Homepage, kostenlos erstellt mit Web-Gear

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor dieser Webseite. Verstoß anzeigen