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1. Juni 2012, Mahnwache für den Obdachlosen Andre K.

Am 1. Juni 2012 fand eine Mahnwache am Südbahnhof Oschatz zum Gedächtnis an den gewaltsamen Tod des Obdachlosen Andre K. statt. Neben Angehörigen des Opfers versammelten sich über 50 Oschatzer Bürger, die dem Verstorbenen gedachten, Blumen niederlegten und Kerzen anzündeten. Pfarrer Christof Jochem hielt eine Ansprache, der eine Schweigeminute folgte. Im Anschluss fand im Thomas-Müntzer-Haus ein Vortrag zum Thema "Obdachlose in der Bundesrepublik Deutschland" statt.

Das Bündnis sammelt auch weiterhin für eine Umbettung des Toten von einem Sozialgrab in Leipzig in ein ordentliches persönliches Grab. Wenden Sie sich dafür bitte an Anja Kohlbach (anja.kohlbach@ewerk-oschatz.de).

 

24. Januar 2012, Verlegung der Stolpersteine

Anfang des Jahres wurden die 12 Stolpersteine für die Oschatzer Juden verlegt, welche während der NS-Zeit in Konzentrationslagern des Regimes umgebracht wurden. Der Kölner Künstler Gunter Demnig, welcher die Stolpersteine erfunden hat, verlegte die Steine in der Strehlaer Straße, vor dem letzten freiwilligen Wohnsitz der jüdischen Familien Hirschfeld und Rozensthein.
Im Anschluss hielt der Künstler einen Vortrag im Thomas-Müntzer-Haus zu seinen künstlerischen Projekten.

Weiter Informationen zu den jüdischen Familien in Oschatz finden Sie in der Broschüre, welche von Oschatzer Jugendlichen erarbeitet wurde. Die Broschüre ist für einen Unkostenbeitrag von 1,-€ im SKZ E-Werk Oschatz bei Anja Kohlbach erhältlich.

www.stolpersteine-oschatz.de

 

9. November 2011, Mahnwache zur Progromnacht

Zum Jahrestag der Progromnacht 1938 veranstaltete das Bündnis eine Mahnwache in der Strehlaer Straße. Hier wohnten die jüdischen Familien Mendel und Hirschfeld, bevor sie gezwungen wurden nach Leipzig in Judenhäuser zu ziehen. Die Biographien der Familienangehörigen wurden verlesen, Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

 

13. Mai 2011, Film "Escaped-Entkommen"

Am Mittwochabend wurde der Film "Escaped-Entkommen" im Rahmen des Oschatzer Gespräches im Thomas-Müntzer-Haus gezeigt. In den Film handelt von Frauen, die in den letzten Kriegstagen einem Todesmarsch entkommen können und die auf ihrer Flucht durch die Oschatzer Region kommen und in Raitzen bei einem Bauer Unterschlupf finden. Nach Jahrzehnten der Trennung treffen die Frauen wieder aufeinander.

 

30. März 2011, Vorstellung der Broschüre über Oschatzer Juden

Nach einem Jahr Recherche konnten die Jugendlichen des Projektes "Zeitensprünge" ihre Ergebnisse der Oschatzer Bevölkerung in der Klosterkirche vorstellen. In einer Broschüre stellen sie die drei jüdischen Familien Mendel, Hirschfeld und Rozensthein vor, die in Oschatz gelebt haben und zum großen Teil in Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ums Leben kamen. Als Abschluss des Projektes, sollen Stolpersteine vor dem letzten freiwilligen Wohnsitz in der Strehlaer Straße gesetzt werden.

Zu dem Team gehören: Anja Kohlbach, Tabea Senkel, Elena Albrecht, Paul Delch, Torsten Ackermann, Mirco Boden und Johannes Lange.

Die Broschüre erhalten Sie gegen einen Unkostenbeitrag von 1,-€ im SKZ E-Werk Oschatz bei Anja Kohlbach.

 

11. Mai 2010, Informationsabend "Wählst du noch oder gehorchst du schon?"

Am 11. Mai 1933 übernahmen die Nazis die Macht in Oschatz. Um diesen traurigen Ereignis zu gedenken lud das Bündnis zu einem Informationsabend in das Thomas-Müntzer-Haus ein. Zu der Veranstaltung konnten über 100 Besucher begrüßt werden.

Auftakt bildete eine Diskussionsrunde engagierter Jugendlicher aus Oschatz und Umgebung zu dem Thema "Jugend und Demokratie".

Im Anschluss las der Heimathistoriker Wolfgang Michael aus seinem neuesten Buch über die damaligen Ereignisse.

 

27. April 2009, Fünftes Oschatzer Gespräch

Am 27. April fand das fünfte Oschatzer Gespräch statt. In diesem Jahr präsentierte der Grimmaer Verein "Liedertour e.V." sein Lese- und Gedichtprogramm "Diese Zeit hat es nie gegeben", welches auch einen Dokumentarfilm beinhaltet.
 
In dieser Dokumentation treffen Leipziger Jugendliche die Zeitzeugin Erika Pelke aus Pößneck/Thüringen. Sie wurde 1922 geboren und war während der NS-Zeit begeisterte „Bund deutscher Mädchen“-Führerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie unter „Werwolfs-Verdacht“ verhaftet und im Gefängnis Saalfeld verhört und gefoltert. Anschließend wurde sie in das sowjetische  „Speziallager Nr.2“ nach Buchenwald gebracht. Im Film setzt sie sich mit ihrer persönlichen Schuld und der des deutschen Volkes auseinander. Weiterhin erinnert sie sich im Film an ihr  Leben in der Nachkriegszeit und der DDR. Ihre Geschichte umfasst ein Leben in zwei Diktaturen.
 
Ergänzt wird der Film durch den Grimmaer Liedertour e.V., der den Abend mit vertonten Texten aus dem Gedichtband „Moabiter Sonette“ von Albrecht Georg Haushofer umrahmt. Die Veranstaltung gegen das Vergessen, gegen neuen Rechtsradikalismus und für Toleranz ist kostenlos.
 
Etwa 200 Personen folgten der Einladung von Stadt und Oberbürgermeister und kamen ins Thomas-Müntzer-Haus, um sich mit den totalitären Systemen in der jüngeren deutschen Geschichte auseinander zu setzen. Zwei Wochen nach dem Oschatzer Gespräch, am 11. Mai, lädt das Bündnis zu einem Informationsabend ein. Die Veranstaltung dreht sich um Demokratie und der Historiker Michael Wolfgang wird in einem Vortrag aufzeigen, wie Oschatz 1933 die Demokratie entmündigte.

 

24. Januar 2009, Aufruf zum Holocaust-Gedenktag

Die Erinnerung darf nicht enden.

Wir, als Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz, rufen dazu auf, am Dienstag, den 27.01.09 um 15.00 Uhr an der Kranzniederlegung auf dem Oschatzer Friedhof teilzunehmen.

Dieser Tag ist 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als Holocaust-Gedenktag eingeführt worden. Seit 2005 wurde dieser Tag von der UNO zum weltweiten Gedenktag erklärt. Das Ziel ist es, dass sich auch die jüngere Generation die wahren Ausmaße der Nationalsozialistischen Herrschaft vor Augen hält.

Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz nach fast 5 Jahren Folter und Mord an Juden, Polen, Sinti und Roma, sowjetischen Kriegsgefangenen und Häftlingen anderer Nationalitäten befreit.

Lassen Sie uns gemeinsam den Opfern gedenken. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, dass solch ein Unrecht nie wieder geschieht.

 

16. November 2008, Volkstrauertag

Die Gegenaktion des Oschatzer Bündnisses für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz wurde am 16. November ein voller Erfolg. Ein Friedensgebet in der St. Aegidienkirche machte den Auftakt für einen Tag, der ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzte. Während des Friedensgebets stellten Oschatzer Bürger ihre Meinung zu Themen wie Hunger, Armut, Rassismus und den Dritten Reich in den Raum und regten das Publikum zum Nachdenken an. 

Als die Besucher zu dem weiteren Programm in das Thomas-Müntzer-Haus gingen, spielten die Bläser des Oschatzer Posaunenchors auf den Turm der St. Aegidienkirche, an dem ein Plakat mit der Aufschrift "Oschatz ist demokratisch, menschlich und tolerant" befestigt war. 

Nach der Vorführung verschiedener Filme fand im Foyer des Hauses ein Trommelworkshop statt. Ebenfalls im Foyer war eine Ausstellung über das Leben der Juden im Dritten Reich aufgebaut. Interessierte konnten sich an Schautafeln und Originalstücken informieren und so mancher zeigte sich erschrocken und traurig.

Den Abschluss des Abends bildete eine Vorlesung von Herrn Michael, welcher aus seinem Buch vorlas. Herr Michael recherchiert schon seit längerem die Geschichte der Stadt Oschatz und brachte den Bürger diese näher.

Der Abend war ein voller Erfolg und veranlasste die Arbeit des Bündnisses weiterzuführen.

 

10. November 2008, Gründung des Bündnisses

Zum Volkstrauertag 2008 meldete die NPD Nordsachsen und die Freien Kräfte Nordsachsen eine Demonstration in der Oschatzer Innenstadt an. Dabei wollten sie den Opfern des 2. Weltkrieges gedenken und zum städtischen Friedhof ziehen.


Eine Woche davor trafen sich etwa 100 Oschatzer Bürger um eine Aktion zu starten, welche dem Auftreten der Demonstranten entgegentreten soll. Aus dieser Versammlung entstand das "Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz".


In der darauf folgenden Woche organisierte man eine Veranstaltung, die es so in Oschatz noch nicht gegeben hat. Es gründeten sich mehrere Gruppen, die den Tag gestalteten.

Zwar wurde die Veranstaltung seitens der Demonstranten abgesagt, der Tag sollte aber trotzdem stattfinden.

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